Warnstreik: 800 E.ON-Mitarbeiter "erhöhen Druck"

Am heutigen Montag sind 1.300 Beschäftigte der E.ON AG dem Aufruf der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zu einem ganztägigen Warnstreik in Niedersachsen gefolgt, 800 davon kamen zu einer Demonstration am Standort Wunstorf zusammen, an dem sich rund 190 Beschäftigte der Tochtergesellschaft E.ON Best Service GmbH um die Kundenbetreuung kümmern. Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde Mitte Dezember 2012 Entgelterhöhungen von 1,1 Prozent für zwölf Monate angeboten. Die Beschäftigten wollten mit dem Warnstreik den Druck auf die Arbeitgeber vor der nächsten Verhandlungsrunde am Dienstag in Hannover erhöhen.

„Dieses Angebot ist unzumutbar. Beschäftigte und Auszubildende werden einen Reallohnverlust nicht akzeptieren“, sagte Immo Schlepper, Mitglied der Verhandlungskommission, in Wilhelmshaven. „Wenn wir in der dritten Runde zu keiner Einigung kommen und die Arbeitgeber weiterhin blockieren, ist ein unbefristeter Erzwingungsstreik nicht mehr ausgeschlossen“, warnt der verdi-Fachbereichsleiter. Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten und Auszubildenden im E.ON-Konzern Gehaltserhöhungen von 6,5 Prozent für ein Jahr sowie die Übernahme aller Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss für mindestens zwölf Monate. Außerdem sollen mindestens 250 Auszubildende nach erfolgreichem Abschluss ab 2015 unbefristet übernommen werden. Darüber hinaus erwarten die Gewerkschaften ver.di und IG BCE, dass die vereinbarte Sicherung der Tarifbindung bei Ausgründung von Tochterfirmen verlängert wird. Am Warnstreik in Niedersachsen haben sich unter anderem Beschäftigte der Kernkraftwerke Grohnde, Stade, Unterweser, des Kraftwerks Wilhelmshaven sowie von TenneT und von E.ON Avacon beteiligt.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0