Tierische Inventur: 1.360.000 Besucher bei 3.306 Tieren

HANNOVER. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: bei ihrer jährlichen Inventur hat die Zoo Hannover GmbH einen Rückgang von 68 Tieren und rund 260.000 Besuchern im Vergleich zum Vorjahr ermittelt. Erhöht hat sich immerhin die Artenvielfalt: einen Zuwachs an 18 Arten lautet das Ergebnis der großen Zählung, die zum Jahresbeginn auf 3.306 Tiere in 247 Arten, 1,36 Millionen Besucher, 2.000 Feiern und Events und 3.260 Führungen mit „Zooscouts“ kommt. Anders als in vielen Unternehmen anderer Branchen ist die jährliche Inventur im Zoo ein wahres Geduldsspiel.

Es ist nicht schwer, Achim zu finden. Eine auffällige Spur führt zielgerade durch den Sand in das Versteck der Achatschnecke. Weitaus schwerer macht es „Goethe“ seinen Pflegern. Das Jemen-Chamäleon tarnt sich perfekt auf einem Ast. Und auch bei den Wandelnden Blättern muss mehrmals hingeguckt und gezählt werden, bis wirklich nur Schrecken und keine Blätter gelistet sind. Es kribbelt, krabbelt und wuselt im Becken der Fauchschaben, die Loris fliegen immer wieder durcheinander und die Präriehunde verschwinden ständig in ihrem Bau. Einfach haben es die Tierpfleger bei den Faultieren („die hängen stundenlang schön still im Baum“), den Elefanten („die stellen sich zum Durchzählen einfach nebeneinander auf“) oder den Giraffen („die schlecht zu übersehen sind“). Aber nicht jede Art sei gleichermaßen kooperativ, so ein Zoo-Sprecher. Die Meerschweinchen rennen durcheinander, die Bennettkängurus hüpfen hin und her, die Goldfische tauchen einfach ab. Bis zu zehn Tage haben die Tierpfleger ihre Schützlinge gezählt.

 

Der 1865 gegründete Zoo Hannover, der von der Region Hannover und dem Verein der Zoofreunde Hannover e.V. getragen wird, beschäftigt derzeit über 400 Beschäftigte in der Saison auf 316 Vollzeitstellen.

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