Spatenstich: 60 Millionen Euro für Biomedizintechnik

GROSS-BUCHHOLZ. Den ersten Spatenstich für das Niedersächsische Zentrum für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung (NIFE) hat am Donnerstag Ministerpräsident David McAllister (CDU) vorgenommen. Bis 2015 entsteht am Stadtfelddamm ein neues, 13.200 Quadratmeter großes Forschungsgebäude mit, davon allein 7.000 Quadratmeter Laborfläche. Die Investitionssumme von 60 Millionen Euro wird von Bund und Land mit jeweils 27 Millionen getragen, weitere sechs Millionen steuert die Brauckmann-Wittenberg-Herz-Stiftung bei.

© MHH/KAISER
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Nach Ende der Bauzeit sollen hier 300 Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), der Leibniz Universität Hannover, der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover und des Laser Zentrum Hannover e.V. innovative Implantate und Strategien im Kampf gegen Implantat-assoziierte Infektionen entwickeln. Derzeit sind die Forschungskapazitäten noch auf 18 Institute an acht Standorten über die Region Hannover verteilt. NIFE ist das erste gemeinsame biomedizintechnische Großprojekt der drei hannoverschen Hochschulen. „Dadurch wird - wahrscheinlich weltweit erstmals - hier in Hannover die Voraussetzung für die Entwicklung innovativer Implantate über viele Organsysteme mit deutlich verbesserter Funktionalität und Langzeitverträglichkeit geschaffen“, sagt NIFE-Vorstandssprecher Dr. Mandred Elff bei der Feierstunde. „Es ist das Sahnehäubchen auf einer Entwicklung, die schon vor mehr als zehn Jahren begonnen hat“, sagte MHH-Präsident Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann. Zwei Sonderforschungsbereiche, in deren Fokus die Entwicklung von biokompatiblen Implantaten stehe, und die Exzellenzcluster "REBIRTH" zu Regenerativer Medizin und "Hearing4all" zur Hörforschung belegten die hervorragende Grundlagenforschungs-Expertise und Zusammenarbeit auf diesem Gebiet.

 

Die Planung und Projektleitung hat das Staatliche Baumanagement Hannover inne. Mit dem Ingenieurbüro Schnack & Partner GbR (Baugrundgutachten, Hannover), Bruns Ingenieurbüro für Fördertechnik (Fördertechnik, Burgwedel) und der grbv Ingenieure im Bauwesen GmbH & Co. KG (Prüfung Tragwerksplanung, Hannover) sind auch Unternehmen aus der Region Hannover an dem Neubau beteiligt.

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